Endlich angekommen – Teil 3 oder auch: meine ersten Stunden in Seoul

Leider hat das mit dem gleich im Anschluss den letzten Teil posten nicht so gut geklappt, ich war leider einfach zu müde. Dafür aber jetzt mein Bericht über meinen ersten Tag in Seoul, nämlich der Weg zu meiner WG, und die WG selbst.

Zunächst muss ich einmal sagen, dass ich ein absoluter Fan der U-Bahn in Seoul bin. Ich bin eigentlich schon immer gerne U-Bahn gefahren, ob jetzt in London oder Paris, aber hier ist das Netz einfach noch mal wesentlich größer, da in Seoul nun einmal etwa 10 Millionen Menschen leben, der Verkehr auf den Straßen einfach viel zu voll mit Autos ist und man, gerade wenn man über den Hangang muss, dem großen Fluss der Seoul in 2 Teile teilt, nicht auf einer der Brücken feststecken möchte.

Die U-Bahnen verkehren von 5:30 Uhr morgens bis 23:30, üblicherweise im Abstand von vier bis sechs Minuten, zu Hauptverkehrszeiten sogar alle drei bis vier Minuten (trotzdem ist es sehr voll!). Die U-Bahn wird täglich von bis zu drei Millionen Menschen benutzt. Die ersten 10 Kilometer kosten genau 1.150 Won, was etwa 0,80€ sind und damit ziemlich billig, und jeder weiterer Kilometer dann noch mal extra 100 Won.

Aber zurück zu meiner Ankunft.

Wie ich ja schon berichtet habe, bin ich am Incheon International Airport angekommen. Um nach Seoul selbst zu kommen, hat man mehrere Möglichkeiten: Taxi (recht teuer), die Express-Linie der U-Bahn (ein wenig teurer als die normale U-Bahn, dafür aber wesentlich schneller, etwa 50 Minuten zur Seoul Station, einer der zentralen U-Bahn-Stationen) oder die ganz normale U-Bahn Strecke, auch Airport Railroad genannt. Da ich mir nicht ganz sicher war, wann ich das nächste Mal an Bargeld kommen würde, hatte ich mich für letzteres entschieden.

Meine Kontaktperson, Jina Kim, aus dem Büro für die Verwaltung des Apartments hatte mir im Vorfeld gott sei dank schon beschrieben, wie ich in etwa hinkomme und versprochen, mich an der U-Bahn-Station vor Ort abzuholen.

Um euch das Ausmaß der Seouler U-Bahn einmal vor Augen zu führen, hier einmal eine Karte der ganzen Strecken. Es gibt 9 farblich markierte Linien, plus 8 weitere Linien, die meistens Expresslinien zwischen verschiedenen Knotenpunkten der Stadt darstellen und daher auch etwas teurer sind.

Seoul Subway Map

Für meinen Weg zum Apartement, das übrigens folgende Adresse hat: 101 dong 801, hastory, 37, inchon-ro 2-gil, seoungbuk-gu, seoul bin ich dann vom Incheon International Airport mit der Airport Railroad bis zur Station Geongdeok gefahren, wo ich dann umgestiegen bin in die Linie 6, um dann nach Norden bis zur Station Bomun zu fahren. Das ganze hat etwa 1 3/4 Stunde gedauert.

Dort bin ich dann, nachdem mir einer der U-Bahn-Angestellten freundlicherweise beim Umsteigen mit meinem Koffer geholfen hatte, aus dem Ausgang Nummer 5 (sehr wichtig, wenn du dich nach einer Fahrt irgendwo an der Oberfläche wieder orientieren musst!) in dem Viertel ausgestiegen, in dem ich die nächsten 2 Monate verbringen werde. Dabei bin ich dann auch gleich Jina in die Arme gelaufen, die schon seit fast einer Stunde auf mich gewartet hatte, da sie mir im Laufe des Tages eine Email mit einer geänderten Zeit geschickt hatte, die ich natürlich unterwegs nicht erhalten hatte.

Wie auch immer, von der U-Bahn-Station ging es dann auch gleich zu dem Haus, in dem sich unser Apartement befindet. Es ist recht hoch mit etwa 15 Etagen und unsere Wohnung befindet sich im 8 Stock. Gott sei dank gibt es einen Fahrstuhl und den Eingang bewacht 24 Stunden am Tag ein Wächter. Außerdem ist es echt sehr modern eingerichtet, ich brauche nirgendwo einen Schlüssel, da ich überall über Zahlencodes auf Touchpads hineinkomme.

Das Ganze liegt im Stadtteil (wie man auch schon an der Adresse sehen kann) Seongbuk-gu, in einem der etwas nördlicheren der 25 Seouler Stadtteile.

Das Apartement selbst hat bestimmt etwa 90 Quadratmeter. Es gibt einen Eingangsflur, wo jeder seine Schuhe auszieht, eine große gemeinschaftliche Wohn- Essküche, 2 Einzelzimmer mit etwa 10 qm, ein Dreierzimmer mit angeschlossenen Badezimmer und 1 Zweierzimmer, in dem ich mit einer Chinesin namens Brenda wohne, sowie ein weiteres Badezimmer.

Hier ein paar Fotos von meinem Zimmer und den Gemeinschaftszimmern:

Meine Mitbewohnerinnen (ja, wir sind tatsächlich alles nur Mädels, so die Vorgaben vom Vermieter) sind wie folgt:

  • Brenda, meine Mitbewohnerin, aus China (koreanisch lernen)
  • Subin, Einzelzimmer, aus Korea (Masterstudim in environment policy)
  • Jecelyn, Einzelzimmer, aus Malaysia (koreanisch lernen)
  • Jen, Dreierzimmer, aus Korea (Studium im Fach food nutrient)
  • Claire, Dreierzimmer, aus Korea (Masterstudium in international relationships)

Sie sind alle sehr nett, auch wenn sie sich meistens auf koreanisch oder chinesisch unterhalten und ich eigentlich nichts verstehen. Wenn sie mit mir reden, sprechen sie aber englisch.

Und das war es auch schon wieder für heute, ich muss morgen wieder früh raus. Ich verspreche aber zu versuchen, wieder etwas regelmäßiger zu posten.

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