Sonntag, first day of the beginning

Nachdem ich mich nach den Strapazen der Anreise erst einmal gründlich ausgeschlafen hatte, ging er auch schon los, mein erster Tag in Seoul. Das Schöne an Asien ist, da es kein christlich geprägtes Land ist, sind die meisten Geschäfte auch am Sonntag auf. Nur die Banken und Behörden sind an diesem Wochentag geschlossen.

Für mich wurde es also Zeit, sich endlich um genügend Bargeld, Essen und all die Dinge zu kümmern, die bei 30 kg Maximalgewicht leider meinen Schuhen weichen mussten, als ich meinen Koffer gepackt hatte. Außerdem habe ich mir eine sogenannte T-Money Card besorgt. Mit der kann man bargeldlos die öffentlichen Verkehrsmittel bezahlen und kriegt dabei sogar jedes Mal sozusagen 100 Won geschenkt. Außerdem akzeptieren einige Geschäftsketten die Karte als Zahlungsmittel und für manche Kulturangebote wie zum Beispiel Museen gibt es ein paar Prozent Rabatt auf die Eintrittspreise.

Tja, aber nun erst einmal zu meinem ersten Eindruck von Südkorea:

Ingesamt gesehen muss ich sagen, dass es, wenn man sich erst einmal halbwegs daran gewöhnt hat, das hier unheimlich viele Leute in einer Stadt wohnen, eigentlich gar nicht so schlecht ist. Es ist bei weitem nicht so chaotisch, wie ich erwartet hatte, was wahrscheinlich vor allem daran liegt, dass die Koreaner ein sehr rücksichtsvolles (zumindest so lange sie nicht in einem Auto sitzen) und freundliches Volk sind.

Außerdem besitzt hier jeder, und damit meine ich wirklich jeder der nicht jenseits der 60 ist, ein Handy, was auch immer und überall benutzt wird. Sei es jetzt zum Spielen, chatten, telefonieren oder im Internet surfen (dazu muss gesagt werden: in der U-Bahn gibt es ein offenes Hotspotnetz, man ist also nirgendswo so gut erreichbar wie in der U-Bahn).

Zudem ist es insgesamt gesehen wirklich sehr sauber, zumindest in den „Hauptverkehrszonen“, in denen sich viele Leute bewegen. Sobald man aber in kleine Seitenstraßen abbiegt oder rin etwas entlegendere Ecken gerät, ist es zwar nicht dreckig, aber es stehen immer mehr Müllsäcke und Abfall herum (immerhin noch in Säcken und nicht einfach so auf der Straße verteilt, aber naja).

Das Einzige, was mich als Europäerin echt teilweise stört, dass man in manchen Ecken das Abwasser riechen kann. Außerdem kommt vor allem von dem einem oder anderem Essenstand am Straßenrand doch recht penetrante Gerüche nach Fisch oder etwas anderem, meist undefinierbaren.

Diese Essensstände (und nein, sie riechen nicht alle schlimm, im Gegenteil, manche verführen einen fast dazu, mal stehenzubleiben und zumindest zu gucken, was sie gerade anbieten) sowie unzählige kleine Restaurants, die meistens nur eine ganz bestimmte Art von Gerichten anbieten (ich habe zum Beispiel einen Laden gesehen, der ausschließlich Waffeln in verschiedenen Variationen verkauft) gibt es wirklich überall, in den verschiedensten Farben, Formen und Größen und in einer Anzahl, dass einem davon schon fast schwindelig werden kann.

Überhaupt ist hier in Seoul das Angebot an Geschäften und Restaurants ziemlich überwältigend (zumal ich mir noch nicht einmal bei der Hälfte sicher bin, was die dort eigentlich gerade verkaufen). Meistens kann man sich gar nicht entscheiden, wo man als erstes hin möchte, um sich alles anzusehen. Was außerdem auffällt ist die Tatsache, dass vor allem die Restaurantketten wie Starbucks, Baskin Robins, Paris Baguette, Olive Young usw wirklich an jeder Straßenecke zu finden sind. Man muss meistens noch nicht einmal 10 Minuten laufen, um schon wieder den nächsten Laden der jeweiligen Kette zu sehen.

Ansonsten ist im Moment eigentlich am anstrengensten (und oft auch am frustrierensten [schreibt man das tatsächlich so?]), dass ich leider kein koreanisch sprechen kann. Ich arbeite abends immer recht lang (dazu aber erst später mehr) und da habe ich weder die Zeit noch die Energie, mich groß in die Sprache zu knien, um mehr als Hallo und Auf Wiedersehen sagen zu können.

Immerhin fange ich langsam an, Hanguel, das koreanische Alphabet zu lernen. Es besteht insgesamt aus 10 Vokalen und 14 Konsonanten und ist eigentlich recht logisch aufgebaut. Richtig schwierig wird es erst, wenn es dann an die richtige Aussprache geht, und, wie Inga mir berichtete, wenn man das Ganze wieder in lateinischen Buchstaben aufschreiben möchte.

Für die, die es interessiert, hier einmal ein Überblick über die Buchstaben:

Hanguel

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