Arbeit, Arbeit, Arbeit

So, nach mittlerweile anderthalb Wochen als neue Praktikantin von Audi Volkswagen Korea Limited (auch AVK abgekürzt), dachte ich mir, das ich ein wenig von meiner Arbeit erzähle.

Das Büro der Firma liegt in dem Stadtteil Gangnam-gu, dem Luxusviertel von Seoul (und wenn ich sage Luxus, dann meine ich Luxus, Läden von Louis Vuitton, Cartier, dem COEX Convention & Exhibition Center-Korean World Trade Center complex uvm), in dem auch sehr viele internationale Unternehmen ihre Büros haben. Das heißt, ich muss morgens und abends immer über den großen Fluss, den Hangdan.

Hier einmal auf einer Karte, wo das Ganze sich in Seoul befindet (zur Info, ich wohne im Norden, etwa bei dem roten Pfeil).

Seoul_Gangnam-gu

Das andere Bild zeigt das Bürogebäude, unsere Etage ist die Nummer 5.

Office building

Meine Kollegen sind alle sehr nett. Wir sind ca 25 Leute auf unserer Etage, die sich vor allem aus Personal-, Buchhaltungs-, IT- und Controlling-Abteilung zusammensetzt, außerdem sitzt noch die CFO (ja, eine Frau) in ihrem Büro gleich nebenan. Es gibt außerdem noch 2 weitere Etagen, die jeweils von Audi und von Volkswagen besetzt werden, dort war ich allerdings bisher nur einmal kurz und hab noch nicht so viel gesehen.

Insgesamt ist der Anteil der Deutschen vor Ort etwa bei 20%, deutsch sprechen können allerdings auch einige der Koreaner, weil sie zum Beispiel in Deutschland aufgewachsen sind o.ä. Die meisten der „Ausländer“ sind gerade mal ein paar Monate da, einer jedoch auch schon fast 3 Jahre. Der Rest der Angestellten sind Koreaner, dementsprechend ist die „Flursprache“ auch immer noch koreanisch. Das Englisch der meisten ist ganz ok, wenn auch die Aussprache und die Betonung einiger Worte manchmal für einige Verwirrung sorgt. 🙂

Meine Abteilung, das Controlling, setzt sich inklusive mir aus genau 4 Leuten zusammen. Einmal ist da Rahul, mein direkter Boss, ein kleiner Inder wie er im Buche steht und sehr nett und hilfsbereit, aber auch immer sehr beschäftigt. Außerdem sind da noch Kelly und Youju, beides Koreanerinnen, ebenfalls super lieb und die ständig auf koreanisch am erzählen. Beide sind ca in den Dreißigern und haben jeweils eine Tochter im Kleinkindalter.

Die Arbeitszeiten sind ein wenig gewöhnungsbedürftig. Man fängt relativ spät an, um 9 Uhr, geht um 12 Uhr für eine Stunde zur Mittagspause (bisher haben mich netterweise immer irgendwelche Kollegen mitgeschleppt, aber so lerne ich zumindest auch mal die koreanische Küche kennen und es wird viel erzählt und erklärt). Feierabend ist allerdings ganz regulär erst um 6 Uhr abends, und gerade meine drei machen wohl recht viele Überstunden, die hier wohl nicht bezahlt werden.

Da ich für meinen Arbeitsweg jeweils eine knappe Stunde brauche (in absolut vollen U-Bahnen; echt nicht so lustig, wie es klingt), heißt das, dass ich morgens um 8 aus dem Haus gehe und abends frühestens um 7 (eher 8 oder halb 9, wenn ich noch etwas besorgen musste) wieder in meiner WG eintrudele. Ich muss sagen, das ist eine Sache, an die man sich erst einmal gewöhnen muss (wenn man das denn überhaupt tut ;-))

Bisher muss ich sagen bin ich arbeitstechnisch (leider) noch nicht so wirklich ausgelastet. Meine drei Controlling-Leute sind immer schwer am arbeiten und müssen sich an irgendwelche Deadlines halten oder in Meetings mit der CFO, da bleibt bisher noch nicht allzu viel Zeit mich mit Aufgaben oder Infos für gestellte Aufgaben zu versorgen. Das heißt, im Moment sitze ich wirklich noch ziemlich viel rum und langweile mich. Bisher habe ich größtenteils irgendwelche Excel-Listen aus anderen Excel-Listen zusammengebastelt und Powerpoint-Präsentationen erstellt.

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Ein Kommentar zu “Arbeit, Arbeit, Arbeit

  1. Das mit der Aussprache ist glaube ich der Grund, warum auf meiner Abteilung bei Englisch lieber geschrieben als geredet wird. Heute wurde mir gesagt, dass ich mich im Büro ganz wie zuhause fühlen soll und dass alle gerne mit mir reden würden, sich aber nicht so richtig trauen wegen des Englischen.

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