Woche Nummer 2 – Die Highlights

So, ich hatte ja versprochen, dass ich noch einen etwas ausführlicheren Post online stelle dieses Wochenende – here it is.

Ich hoffe, ihr könnt den zunehmenden Anteil von Anglizismen verzeihen, aber da ich etwa 85% meiner Zeit in Englisch kommuniziere, leidet mein Deutsch leider immer mehr. Ich werde allerdings versuchen, es noch in einem erträglichen Ausmaß zu halten.

Naja, in welcher Form (oder Sprache) auch immer, so haben sich meine nächsten Tage in diesem fremden Land für mich gestaltet:

Sonntag, 08.09.

Nachdem ich ja am Samstag in Itaewon nicht allzu erfolgreich war, was Shopping anbelangt, hatte ich mich für den Sonntag entschlossen, zum Express Bus Terminal in die Underground Shopping Mall zu gehen.

Unter der Erde kann man dort relativ günstig über Kilometer sich durch Angebote an Schuhen, Klamotten, Handtaschen, Haushaltswaren, Blumen und Dekosachen wühlen. Dicht neben dicht haben Ladenbesitzer kleine Geschäfte, in denen sie ihre Waren anbieten. Hier einmal ein Foto, um euch einen Eindruck des Ganzen zu geben:

http://clumsymio.blogspot.kr/2013/06/korea-2013-best-shopping-place-in-seoul.html

Credit to: Clumsy Mel

Die Preise sind für Korea relativ günstig, die Qualität ist allerdings im Allgemeinen nicht die Beste, da viele der Sachen aus China kommen. Wobei dies nicht heißen soll, dass nicht der eine oder andere Laden auch qualitativ hochwertige Ware anbieten würde!

Was mir als „verwöhnte Europäerin“ aufgefallen ist, ist, dass man hier meistens die Klamotten nicht anprobiert. Die meisten Leute halten sich die Sachen nur an, schätzen ab ob es passt und kaufen dann oder auch nicht.

Bei der Gelegenheit musste ich leider feststellen, dass ich hier in Korea nicht nur große Schwierigkeiten hatte (und auch weiterhin haben werde), passende Klamotten zu finden (die meisten Koreanerinnen sind relativ klein und zierlich.. und hier in Seoul im Durchschnitt 20 Kilo leichter als ich, auch wenn ich mir hab sagen lassen, dass das außerhalb der Großstadt nicht ganz so extrem ist), sondern tatsächlich so gut wie unmöglich, Schuhe in meiner Größe zu bekommen. Während ich nämlich eine Schuhgröße von etwa 265 in Korea habe, liegt die „Normalgröße“ hier zwischen 230 und 245. Mit ganz viel Glück findet man noch 255, wenn ein Händler „Big Sizes“ anbietet, 265 jedoch: …. völlig unmöglich!

Und dabei bieten die hier überall so hübsche Schuhe an *trauer*!

Montag und Dienstag, 09.+10.09.

Nachdem ich das doch ein wenig enttäuschende Wochenende hinter mich gebracht hatte, ging es Montag wie gewohnt zur Arbeit. Mittlerweile klappt es ganz gut, sich selbst in der morgendlichen Rush-Hour mit Bus und U-Bahn zurecht zu finden.

Yeah!

Abends hatte ich denn an einem der vielen Essensstände auf der Straße einen Snack gekauft (sorry, Namen habe ich leider nicht verstanden). Das Ganze bestand aus frittierten Reisnudeln (die durchsichtigen!) eingerollt in Seetang.

IMG_0710

Ich weiß, sieht nicht jetzt allzu appetitlich aus, schmeckte allerdings gar nicht mal so schlecht, wenn man auf etwas salzig und fettig steht 😉

Den Dienstag verbrachte ich dann bis zum Mittag wieder im Büro, wo ich dann nach Hause geschickt wurde. Anscheinend war es entweder der Snack vom Vorabend und das koreanische Essen im Allgemeinen, dass meinem Magen nicht allzu sehr gepasst hatte.

Mein Kollegen verfütterten also ein paar Magentabletten an mich und setzten mich in die U-Bahn. (Natürlich mit dem Hinweis, dass ich, sollte ich ins Krankenhaus müssen oder sonst irgendwie Hilfe bräuchte, auf jeden Fall anrufen könne)
Nachdem ich dann den Rest des Tages in meinem Bett verbracht hatte, ging es mir allerdings bereits viel besser.

Mittwoch, 11.09.

Da ich ja den Großteil des vorherigen Tages  zum Schlafen und auskurieren genutzt hatte, konnte ich dann am Mittwoch gutgelaunt und ausgeruht wieder ins Büro.

Einer meiner deutschen Kollegen, Klaus, machte mir dann im Laufe des Tages dann den Vorschlag, doch am Abend zum deutschen Stammtisch in Itaewon im 3 Alleys Pub zu kommen.

Gesagt, getan.

Da ich ja hier bin um nicht nur eine fremde Kultur zu erleben, sondern auch um die unterschiedlichsten Menschen kennenzulernen, nahm mich also Klaus, der mittlerweile seit 2 1/2 Jahren hier in Seoul lebt, direkt nach der Arbeit mit nach Itaewon, wo er zusammen mit seiner Frau lebt. Renate, eine Rechtsanwältin, ist echt super, und trotz des Altersunterschiedes haben wir uns ziemlich gut angefreundet.

Ich bekam auch prompt ohne zu zögern von den Beiden ein Prepaid-Handy geliehen, bis ich hier ein eigenes bekomme, und auch einen Regenschirm (der mir mittlerweile in einem Club gestohlen wurde).

Danach machten wir uns zu Fuß auf in den 3 Alleys Pub.

Der deutsche Stammtisch in Itaewon findet jeden Mittwoch (und Freitag, wo ich allerdings meistens nicht bin) in dieser Kneipe statt, und besteht neben Deutschen auch aus Österreichern, Schweizern, einem Japaner und einigen Koreanern, die irgendwie mit Deutschen zu tun haben. Die Besetzung wechselt ständig, wer Zeit und Lust hat taucht halt auf, und einige halt auch nicht. Leute kommen, die vor 3 Jahren das letzte Mal da waren und ständig kommen neue Leute dazu oder ziehen weg. Es ist also nahezu unmöglich zu sagen, wie viele Leute tatsächlich dazu gehören und wer davon im Laufe des Abends auftaucht.

Ich bin meistens einer der Jüngsten in der Runde, ansonsten ist das Alter und auch die Jobs so bunt gemischt wie die Charaktere. So etwas findet man nur im Ausland!

Donnerstag, 12.09.

Am Donnerstag in meiner zweiten Woche hier in Korea hatte ich dann endlich den Durchbruch bei meinem Kreditkarten-Problem.

Ich hatte ja berichtet, dass ich große Schwierigkeiten hatte, einen Geldautomaten zu finden, der meine VISA-Karte von der DKB-Bank akzeptiert.

Und an diesem Tag habe ich endlich herausgefunden, wieso! (und es beheben können!)

Mein Problem war Folgendes:

Ich hatte von meiner Bank ein Bankkonto, eine Bankkarte, eine VISA-Karte und einen Online-Zugriff auf das Bankkonto erhalten. Blauäugig war ich also davon ausgegangen, dass ich, wenn ich Geld auf dieses Bankkonto überweise, mit meiner Bankkarte UND meiner VISA-Karte darauf zugreifen könnte. (selbst nach mehrmaligem Durchsuchen der Bankwebsite gab es für mich auch keinen Hinweis, dass dies nicht so sein sollte)

Nachdem ich allerdings mehrere Online-Foren auf der Suche nach Hilfe für mein Problem durchforstet hatte, fand ich dann die Antwort.

Ich musste erst einmal das Geld von dem Bankkonto extra auf die VISA-Karte überweisen!

(im Nachhinein klingt das schon logisch, trotzdem hätte ich es echt toll gefunden, wenn DKB das beim Zuschicken der Karte, in ihrer Online-Präsentation, oder den Hilfe- und Frageoptionen darauf zumindest kurz einmal erwähnt hätte!)

Mittlerweile funktioniert das Ganze mit dem Geldabheben ziemlich problemlos (und glaubt mir, im Ausland ohne Geld ist echt nicht empfehlenswert) an jedem Internationalen Geldautomaten.

Juhu!

So, das war es auch erst einmal wieder von mir, genaueres von meinem aufregenden Wochenende kommt im nächsten Post!

또봐요 (to boayo) oder auch Auf Wiedersehen

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Ein Kommentar zu “Woche Nummer 2 – Die Highlights

  1. wie schön, es freut mich, von dir zu hören… das mit der kreditkarte hätte ich dir auch verraten können und dachte ehrlich gesagt immer, dass das überall so sei, also die unterschiedlichen -konten- zwischen denen du das geld hin- und herüberweisen musst… tut mir leid.
    und jetzt hab ich hunger auf solche bällchen… spannendes essen im allgemeinen… hoffe dir wird es weiterhin gut ergehen und alles liebe erstmal..

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