Hongdae & National Museum of Korean Contemporary History

Hallo erst einmal.

Nachdem ich letzte Woche (mal wieder) eine Berichtspause eingelegt habe, hier meine nächsten Abenteuer in Seoul.

Samstag, 14.09.

Am Samstag hatte ich mir vorgenommen, die berühmt berüchtigte Clubszene hier in Seoul einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. (natürlich aus rein wissenschaftlichen Gründen *hust* *hust*) Die beliebtesten Clubviertel in Seoul sind Itaewon (von dem ich ja bereits erzählt hatte, das „Ausländerviertel“), Gamnang (das Viertel, in dem ich arbeite, das Luxusviertel und daher recht teuer) und Hongdae. In Hongdae befindet sich die Hongik Universität und daher sind die Preise dort etwas moderater und das Publikum etwa in meinem Alter.

Für meinen ersten Ausflug ins koreanische Nachtleben ging es also nach Hongdae.

Hongdae-Nächte, wie mir meine Mitbewohnerinnen und die verschiedensten Blogs mitteilten, starten erst recht spät, etwa ab 11, halb zwölf und finden ihren Höhepunkt erst so gegen 2 oder 3 Uhr morgens. Das hat bestimmt auch damit zu tun, dass die UBahn in dem Zeitraum von 12:30 und 5:30 nicht fährt und man entweder auf einen der seltenen Nachtbusse (hab ich bisher noch nicht gesehen, aber es soll sie geben!) oder ein Taxi ausweichen muss, um nach Hause zu kommen.

Das Clubviertel an sich ist ziemlich groß und ein Club gesellt sich zur nächsten Bar, dazwischen noch das eine oder andere Restaurant oder Cafe und das Ganze wieder von vorne und alles ist voll mit jungen Menschen!

Hongdae Nightlife – taken from: http://www.ladventurers.com/i-heart-hongdae/

In den Bars und den Restaurants sind die Getränkepreise für koreanische Verhältnisse ganz ok, in den Clubs kann es allerdings unter Umständen auch schon ein wenig teurer werden. Außerdem verlangen die meisten Nachtclubs Eintritt. Dafür bekommt man so einiges an Kuriositäten zu sehen! Ich habe noch nie so viele lustige „Tanzstile“ gesehen und keiner macht darüber seltsame Bemerkungen außer vielleicht noch zu sagen „Hey, voll cool!“ Die sonst doch eher zurückhaltenden und „braven“ Koreanerinnen tauen auch ziemlich auf (für meinen Geschmack schon fast ein wenig zu viel, aber jedem das Seine ;-))

Dadurch, dass das Angebot so groß ist, hat hier eigentlich jeder die Möglichkeit, seinen „perfekten“ Club zu finden. Ich hab mir vorgenommen, das nächste Mal, wenn ich nach Hongdae 1. mir das Viertel im Hellen anzugucken *smile* und 2. den berühmten Park in der Gegend zu suchen (dort soll es an den Wochenenden nachts voll mit Life-Musik, Silent Discos, Street Dance Auftritte oder auch Beat Box-Auftritten sein)

Sonntag, 15.09.

Nachdem wir ja bereits eine kleine WG-Party mit Essen und Soju hatten, haben meine Mädels hier beschlossen, auch ein wenig Kultur in die Bude zu bringen. Oder eher, uns zur Kultur zu bringen. Da von uns 7 ja nur 3 aus Korea kommen, haben wir uns für das „National Museum of Korean Contemporary History“ entschieden, also das Museum für koreanische Zeitgeschichte.

Oben seht ihr den ganzen Ausflug einmal in Bildern festgehalten.

Auf dem Weg zum Museum sind wir am Gyeongbokgung-Palast vorbeigekommen und mussten natürlich ein paar Fotos schießen 😉

Außerdem war auf dem Vorplatz eine Veranstaltung, bei dem die verschiedenen Regionen ihre traditionellen Gerichte vorgestellt haben, und es waren sogar ein paar Sängerinnen aus Nordkorea dabei.

Das Museum selbst war sehr interessant. Es hat sich auf die moderne Geschichte von Korea spezialisiert, also die Jahre 1909 bis heute. Es geht dabei vor allem um den Konflikt mit Korea und die Kriege, die es in den Jahren durchgemacht hat und welche Auswirkungen diese historischen Wendungen auf das Land hatten.

Leider waren nicht alle Beschilderungen auf englisch übersetzt, vor allem die Beschreibungen der Exponate war häufig nur auf Koreanisch, aber ansonsten war es ein sehr angenehmes Museum.

Hier ein Link (auf englisch) zur Museumswebsite: National Museum of Korean Contemporary History

Wir haben leider nur die ersten beiden Etagen geschafft, da wir für abends noch einen Tisch in einem traditionellen koreanischen Restaurant bestellt hatten.

Auf dem Weg dorthin habe ich tatsächlich ein Hello Kitty Cafe gesehen (und sofort ein Foto gemacht). Ich dachte schon, ich fall vom Glauben ab. Hier in Korea ist Hello Kitty zwar nicht so allgegenwärtig wie etwa in Japan, aber immer noch unheimlich beliebt. Manchmal wünschte ich, ich hätte mir irgendwann mal eine alberne Comicfigur ausgedacht und gewinnbringend vermarktet. Wer auch immer das Patent für diese Katze mit Schleife hat, muss mittlerweile ein Vermögen gemacht haben.

Unser Restaurant war übrigens sehr gut. Wir haben, wie in den traditionellen Restaurants üblich, auf dem Boden gesessen (man zieht vorher die Schuhe aus, der Boden ist also sauber, und man bekommt ein Kissen für seinen Hintern ;-)). In die Mitte kommen natürlich die ganzen Beilagen (es gibt immer mindestens Kimchi und eingelegten Rettich, meistens aber auch noch andere Gemüsesorten, die mit verschiedenen Gewürzen gewürzt werden), von denen sich jeder etwas nehmen kann und dann bekommt jeder natürlich noch sein eigenes Gericht.

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So, das war es denke ich auch schon erst einmal wieder von mir, ich hoffe, ich finde bald wieder Zeit, mehr von meinen Wochenenden zu erzählen (Wochentage haben sich mittlerweile eigentlich auf Arbeit und tägliche Aufgaben wie Einkaufen, Waschen, lesen und so weiter reduziert, also nicht allzu spannend ;-))

Ich hoffe, es geht allen gut und ich freue mich schon auf eure Kommentare, in letzter Zeit waren die ja eher überschaubar

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Ein Kommentar zu “Hongdae & National Museum of Korean Contemporary History

  1. Also das mit dem Nachtleben müssen wir nächstes Wochenende schon auch nochmal ausprobieren 😀 Und Mari, wenn du eine gute Idee für eine Figur zum vermarkten hast, hier gibt es nie genug 😀

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