Endlich angekommen – Teil 2

Wo war ich gestern stehengeblieben?

Ach ja, ich denke auf dem Flug von Düsseldorf nach Abu Dhabi.

Tja, in Dubai gelandet, gab es erst einmal Action pur für mich. Da ja durch die Verspätung meine Umsteigzeit auf etwa 45 Minuten geschrumpft war, wurde es etwas „turbolent“ für mich.

Der Flughafen von Abu Dhabi gehört leider nicht zu einem der super ausgeschilderten öffentlichen Orten und die Distanz von meinem Gate bei der Ankunft und meinem Gate für den Abflug warleider nur zu bewältigen durch ewig lange und verzweigte Gänge.

Nach etwa der Hälfte der Strecke fiel mir dann auch noch auf, dass ich meine Jacke im Flugzeug vergessen hatte, da die nur noch in einem anderen Fach als mein Rucksack Platz gefunden hatte.

Bis ich also die Strecke zurückgesprintet war, meinen Rucksack wieder hatte und schließlich bei meinem Abfluggate keuchend angekommen war, war ich dann auch tatsächlich die vorletzte Passagierin, die fehlte (aber noch pünktlich vor der Abflugszeit, jaa!!!).

Im Flugzeug selbst angekommen hatte ich dann irgendwie fast das Gefühl, die hätten sich einen Spaß gemacht und mich nur einmal im Kreis durch den Flughafen gescheucht, da es der gleiche Typ etwa in der gleichen Größe war und ziemlich genauso aussah wie das, aus dem ich gerade erst ausgestiegen war.

Der einzige Unterschied war, dass sie gerade dabei waren, das komplette Flugzeug einzunebeln (ich denke mal mit frischer Luft oder Sauerstoff oder so). Das Ganze sah irgendwie ziemlich abgefahren aus, fast wie in einem Film. Außerdem wurde der Araber-Anteil der Passagiere einfach mit Asiaten ersetzt (sie sahen anders aus als ich und wenn sie sich unterhalten haben, habe ich kein Wort verstanden, man sieht also, der Unterschied war jetzt nicht so groß).

Auf diesem Flug hatte ich dann nach einem Frühstück, dass aus einer Instant-Nudelsuppe und einem Frühstücksburrito (oder so ähnlich) bestand dann auch mein erstes traditionelles koreanisches Essen. Es nennt sich Congee und ist gekochter Reis (mit einer sehr weichen Konsistenz) und wurde mit Hühnchen, Frühlingszwiebeln und Sojasauce serviert. Hier einmal ein Foto:

Congee mit Hähnchen und Frühlingszwiebeln. außerdem Früchte, Fruchtjoghurt und einem Muffin

Congee mit Hähnchen und Frühlingszwiebeln. außerdem Früchte, Fruchtjoghurt und einem Muffin

Das Ganze hat eigentlich gar nicht so schlecht geschmeckt und war durch die Sojasauce fast ein wenig süßlich.

Ansonsten war der Flug eigentlich wenig ereignisreich und um etwa 9:30 Uhr Ortszeit (viel früher als auf meinem Ticket, aber ich bin mir nicht ganz sicher, auf welche Zeitzone sich die Angaben bezogen haben) kam ich dann am Incheon International Airport nahe Seoul an.

Pass- und Zollkontrolle verliefen ohne Probleme und kurze Zeit später stand ich dann auch schon mit dem kompletten Gepäck (ja, auch mit meiner Jacke) in der Flughafenhalle.

Da ich leider von der DKB-Bank trotz expliziter Nachfrage zwar meine Kredit- und Girokontokarten sowie meine Online-Banking-Zugänge, nicht jedoch aber die PIN für meine Kreditkarte vor meinem Abflug erhalten hatte, versuchte ich es bei den örtlichen Bankautomaten erst einmal mit meiner Deutschen Bank-Karte, um an Bargeld zu kommen.

Wie ich später herausfand, hat leider die Deutsche Bank grundsätzlich erst einmal das Limit für Abhebungen im Ausland für sämtliche Karten auf Null gesetzt. Man muss diese Funktion erst einmal freischalten, um etwas abheben zu können (auf die Idee, mir das mitzuteilen, als ich das letzte Mal in der Bank war um die Koreanischen Won zu überweisen, ist man natürlich nicht gekommen). Dies habe ich aber auch erst später am Abend nach mühsamen Durchforschen einiger Foren zu diesem Thema herausbekommen. Überhaupt werde ich wahrscheinlich sobald ich nächstes Jahr wieder in Deutschland bin, meine Bank wechseln, da ich mehr und mehr unzufrieden mit ihrem Service bin (erst die Aktion mit der Überweisung in Won, die komplette Unfähigkeit der Bankmitarbeiterin vor Ort, die Unflexibilität des Onlinebankings und dann noch ein Wechselkurs zwischen Euro und Won, beim dem das Wort „Abzocke“ noch nett ausgedrückt ist). Kann mir jemand eine verlässliche Bank mit guten Serviceangeboten und möglichst wenig bis gar keinen Kontoführungsgebühren empfehlen?

Ende vom Lied war, dass ich an keinem der Automaten Geld bekam (und da gibt es wirklich viele Automaten vor Ort, bestimmt mindestens 10 über den Flughafen verteilt). Zum Glück hatte ich noch 50 € in der Tasche, die eigentlich für Essen am Flughafen, Taxi oder sonstige Notfälle gedacht waren. Für die konnte ich dann dort ersteinmal Bargeld wechseln, um erst einmal zu meiner neuen Wohnung zu kommen.

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Der nächste Teil, nämlich meine ersten Erlebnisse in Seoul selbst und meine WG, kommt gleich im Anschluss im nächsten Post, sonst wird mir das hier ein wenig zu viel auf einmal.

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Endlich angekommen

Wie man dem heutigen Titel ja bereits entnehmen kann, habe ich es tatsächlich mitterweile geschafft, in Seoul anzukommen.

Los ging der Freitag Morgen bereits recht früh, etwa gegen halb sechs stand ich nach ca. 3 Stunden Schlaf auf um die letzten Sachen einzupacken, den Rucksack mit dem Handgespäck vollzustopfen und in der Wohnung alles so hin- und herzuräumen, dass es tatsächlich fast so aus sah, als könnte man sie so verlassen.

Das der Tag schon zeitig losging war dann auch ganz gut, denn meine Mama und meine Oma waren etwa anderthalb Stunden zu früh da. Naja, richtig losgegangen Richtung Düsseldorf ist es dann aber trotzdem erst gegen Acht, so mit nochmal die letzten Dokumente unterschreiben, die Reste vom Frühstück vertilgen (ich) und eine Tasse Kaffee trinken (meine Mama) und zu guter Letzt zum Abschluss noch einmal die Katze suchen (sie hatte sich auf dem Balkon unter einen der Stühle verkrochen, wo ich sie natürlich beim erstem Mal gucken übersehen hatte *hmpf*).

Wir sind dann auch rechtzeitig auf dem Flughafen angekommen und nach dem ersten Check-In mit Kofferabgabe (es sind doch irgendwie 30,8 kg geworden, fragt mich nur nicht wie) gab es dann auch noch ein kleines gemeinsames Frühstück. Anschließend ging es nach einer herzlichen Verabschiedung für mich dann durch die Sicherheitskontrollen.

Nach einer kurzen Durchschreitung des Duty-Free Bereiches (irgendwie finde ich die Sachen dort fast noch teurer als „draußen“, aber vielleicht liegt es ja auch daran, dass sich dort immer diese ganzen Markenschuppen nebeneinanderquetschen, keine Ahnung), stand ich dann also bei meinem Gate. Dort gab es hinter den Schaltern auch schon recht bald ein reges Getummel, nur wollten die uns irgendwie noch nicht ins Flugzeug lasse.

Eine halbe Stunde nach Boarding Time (was eigentlich 10:50 Uhr gewesen wäre) kam dann auch tatsächlich die Durchsage „Liebe Passagiere, es tut uns leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass Flüssigkeit ausgelaufen ist (wo weiß ich nicht genau, ihr kennt ja die Qualität von Bahn- und Flugzeugdurchsage, nämlich gleich 0) und die Feuerwehr daher erst die Flüssigkeit beseitigen muss und der Schaden wird anschließend behoben. Bitte haben Sie Verständnis, dass es dadurch zu Verzögerungen kommen kann.

Ende vom Lied war, dass wir mehr als eine Stunde zu spät losgeflogen sind (statt 11:50 Uhr 13:10 Uhr).

Der Flug  von Düsseldorf war recht ereignislos, außer dass wir 4! Babys mit an Board hatten, die sich natürlich abgewechselt haben mit dem Brüllen. Die FLuggesellschaft Etihad kann ich von der Ausstattung durchaus weiterempfehlen, der Service war ebenfalls nett und sogar das Essen war recht genießbar

Hähnchen mit Champignonsauce und Kartoffelpürree an gedünstetem Gemüse zusammen mit einem heißen Brötchen, Butter und Schmelzkäse sowie einem 3 Bohnensalat ebenfalls mit Hähnchen. Zum Nachtisch gab es ein Schokoladenmousse an einem Orangengelee

Hähnchen mit Champignonsauce und Kartoffelpürree an gedünstetem Gemüse zusammen mit einem heißen Brötchen, Butter und Schmelzkäse sowie einem 3 Bohnensalat ebenfalls mit Hähnchen. Zum Nachtisch gab es ein Schokoladenmousse an einem Orangengelee

Den nächsten Teil gibt es morgen, mittweile ist es hier nämlich schon fast  zehn Uhr abends und irgendwie waren die Flugzeugstunden und generell die letzten 4 Tage nicht allzu erholsam.

Jetzt gibt es kein Halten mehr

so, nach gefühlten 3 Stunden in der Warteschleife von Opodo (ok, ich gebe zu, es waren wahrscheinlich eher 45 Minuten, aber immerhin, mein Ohr glüht) habe ich jetzt auch einen Ersatzflug.

Morgen geht es um 11:50 Uhr von Düsseldorf erst nach Abu Dhabi und dann nach etwa 2 Stunden Aufenthalt weiter nach Seoul. Die Airline wird Etihad werden. Und das Ganze hat mich jede Menge Nerven (ich hab fast das Gefühl, als hätte ich mir in den letzten zwei Tagen ein Magengeschwür zugezogen oder so) und etwa 350 € Umbuchungsgebühr und ich weiß nicht was an Telefonminuten gekostet.

Meine Mama ist so lieb und fährt etwa gegen 5 los um mich in Bocholt abzuholen und dann nach Düsseldorf zu kutschieren und sich zu zusammen mit meiner Oma von mir zu verabschieden.

Zur Sicherheit (weil ja bisher wirklich alles schief gegangen ist) habe ich allerdings auch schon mal eine Zugverbindung rausgesucht 😉

Ich werde dann also um 11:45 Ortszeit am Samstag in Seoul ankommen und dann auch hoffentlich in mein neues Zimmer einziehen.

Südkorea, ich komme!