Souvenir-Announcement

Hallo liebe Leute!

Wie ja wahrscheinlich alle, die meinen BLog mehr oder weniger fleißig mitverfolgen, inzwischen mitbekommen haben, komme ich ja Mitte April für 3 Wochen auf ‚Heimaturlaub‘.

Für alle, die den Beitrag verpasst haben: ich komme am 17.04 in Hannover an, werde dann wahrscheinlich bis Ostermontag in Braunschweig sein, danach den Rest der Woche in Kiel ‚urlauben‘ und mir freitags in Hamburg den König der Löwen anschauen *juhu!*. Dann geht es für ein ausgedehntes langes Wochenende nach Bocholt, wo wir uns ganz herzlich bei den großartigsten Kittensittern der Welt mit einem Essen bedanken. Am Ende komme ich wieder zurück nach Braunschweig, von wo ich dann am 05.05 ab Hannover aus wieder Richtung Seoul starte.

Aber jetzt zum eigentlichen Anlass: Souvenirs!

Natürlich würde ich gerne allen eine Kleinigkeit mitbringen. Aber da ihr mich ja alle kennt und daher wisst, wie unkreativ ich in solchen Dingen bin, brauche ich da ein bisschen Inspiration und Anregungen. Schließlich wollt ihr ja wahrscheinlich nicht alle mit einem bunt-kitschigem (knallpinken!) Federmäppchen mit koreanischer Flagge enden, oder?

Also, wenn ihr gerne etwas haben würdet, bitte sagt doch einfach was ihr genau haben wollt.

Nicht vergessen, es sollte nicht zu groß oder schwer sein (ich muss ja schließlich alles in meinen wahrscheinlich eh schon überfüllten Koffer bekommen ;-)) und hoffentlich auch nicht allzu teuer (muss ja auch ein bisschen an mein Reisebudget denken). Leider fällt mir nichts ein, was hier besonders günstig oder aussergewöhnlich wäre, dass man nicht auch für das gleiche Geld in Deutschland bekommt (außer vielleicht Gesichtsmasken, lol), aber ihr werdet schon was finden (meine Oma hätte zum Beispiel gerne einen Schal).

Ein bisschen Zeit habt ihr ja noch, um euch etwas auszudenken, aber bitte nicht zu lange warten, schließlich muss ich ja im Zweifelsfall erst noch einmal rausbekommen, wo ich das Ganze genau herbekomme und dann auch noch da hinwackeln und es kaufen.

Aber denkt dran, wer nichts sagt, bekommt am Ende nichts, oder muss sich vielleicht noch mit original koreanischen Essstäbchen begnügen.

Freu mich schon auf eure Ideen und natürlich auch, mal wieder in vertrauten Gefilden zu schwelgen!

Ganz liebe Grüße aus Seoul

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Inwangsan Shamanist Walk

Halli Hallo Hallöle,

da bin ich mal wieder.

Da ja Wandern ja eines der „Nationalhobbies“ der Koreaner ist, und ich die letzten warmen Tage in Seoul noch genießen wollte, habe ich mich auch einmal in dieser Sportart versucht (auch wenn ich ja eigentlich ein ziemlicher Wandermuffel bin, gebe ich ja offen zu).

Für diesen Meilenstein habe ich mir den Inwangsan ausgesucht. Wie ihr vielleicht wisst, liegt Seoul in einem Tal zwischen 4 ‚Bergen‘, dem größten im Norden, Bukhansan, im Norden Namsan, Naksan liegt östlich und dann noch der Berg Inwangsan im Westen. Inwangsan ist am höchsten Punkt 338 Meter hoch und wurde früher auch der Berg der weißen Tiger genannt, weil es in dieser Gegend so viele Tiger gab. Heute leben dort natürlich keine Tiger mehr, dafür haben sich in der Zwischenzeit einige buddhistische Tempel und ein schamanischer Schrein dort niedergelassen.

Der Aufstieg beginnt zunächst an einem schönen geschnitzten Holztor, welches bunt bemalt ist:

DSCN0335Nach einem ersten kurzen Aufstieg über einige Treppen gelangt man dann zu einem buddhistischen Tempel, welcher Bongwonsa genannt wird. Der Tempel ist leicht zu erkennen an der großen Glocke.

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Ganz in der Nähe des buddhistischen Tempels stößt man dann auf den schamanistischen Schrein, Guksadang. Angeblich hausen in diesem Schrein die Geister des Gründers der Joseon-Dynastie (1392 – 1910), König Taejo und einige seiner Generäle. Der Schrein wurde ursprünglich 1395 auf dem Namsam-Berg errichtet, jedoch 1925 von den Japanern zerstört um Platz für einen großen shintoistischen Schrein zu machen. Auf dem Inwangsan-Berg wurde er schließlich wieder aufgebaut. Heute sind in dem Schrein 28 Bilder von schamanischen Gottheiten zu finden und es finden immer noch regelmäßig schamanische Rituale dort statt.

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Folgt man von hier aus einer der zahlreichen schmalen Treppen bergauf, gelangt man schließlich in eine regelrechte Idylle.

Die Atmosphäre ist recht ruhig und sobald man auf dem Berg ist, glaubt man kaum noch, dass man mitten in einer Stadt ist, die mehr als 10 Millionen Einwohner zählt.

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Weiter oben befindet sich dann noch die Steinformation, die auch Seonbawi genannt wird. In koreanisch heißt das „Zen-Stein“ und soll angeblich aussehen wie zwei buddhistische Mönche in Meditation (ich hab ihn irgendwie nicht gefunden, da ich zwischendurch ein wenig vom Weg abgekommen bin, aber hier einmal ein Bild, diesmal natürlich nicht von mir gemacht)

Viele schwangere Frauen kommen dorthin um zu beten, da dieser Stein angeblich die Macht hat, Söhne zu gewähren.

Dafür habe ich einige andere interessante DInge entdeckt.DSCN0354DSCN0355

Ich hingegen habe viel lieber die Aussicht genossen, die von diesem Berg wirklich fantastisch ist. Seht selbst, man kann fast über halb Seoul gucken:

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Auf dem Abstieg habe ich dann die Gelegenheit genutzt, und bin an der alten Festungsmauer entlang gelaufen, die immer noch an einigen Stellen der Stadt steht. In den letzten Jahren wurde sehr viel davon restauriert. Die ursprüngliche Mauer wurde 1396 gebaut und es brauchte angeblich mehr als 110,000 Männer, um sie zu errichten.

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Zwei schöne Links (in englisch) gibt es übrigens hier und hier.

Große Neuigkeiten!!

Tja, einige von euch werden es natürlich schon wissen, aber hier nochmal eine ganz offizielle Mitteilung für alle, die in den letzten 2 Wochen nicht direkt mit mir in Kontakt gestanden haben:

Marianka bleibt weitere 12 Monate in Korea!

Ich wurde von meinem Chef angesprochen, ob ich nicht meinen Vertrag bei Audi Volkswagen Korea Ltd. nicht verlängern wollen würde, da eine meiner beiden Kolleginnen im Controlling schwanger geworden ist und daher in Mutterschutz gehen wird.

Nach vielen Diskussionen, Überlegungen und Verhandlungen ist mittlerweile die Entscheidung gefallen, dass ich, diesmal nicht als Praktikantin sondern als richtige Angestellte, auch die nächsten 12 Monate in Seoul leben und arbeiten werde.

Das heißt natürlich, dass so gut wie alle Pläne, die vorher emsig geschmiedet wurden, erst einmal ziemlich über den Haufen geworfen wurden. Sehr viel muss noch organisiert werden, angefangen von Visum und Schlafplatz über Arztbesuche und Lebensnotwendigkeiten bis hin zu der Frage, was den mit der Wohnung in Bocholt geschieht, der Katze und dem geplanten Umzug nach Leipzig.

Es wird also noch viel Chaos und hin und her geben im nächsten Jahr.

Trotzdem hoffe ich, dass mich alle in meiner Entscheidung unterstützen und vielleicht findet ja doch der eine oder andere in diesem Zeitraum seinen Weg nach Seoul (wenn auch nur zu Besuch). Über Gäste, Briefe, Emails und Pakete würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen.

Ganz liebe Grüße aus dem fernen Seoul,

Marianka

Snow in Seoul & Paket angekommen!

Nur ein kurzes Update heute, aber besser als keins, gell?

Meine Mama hatte mir Anfang Dezember ein Vorweihnachts-Care Paket geschickt (ganz vielen lieben Dank dafür!). Heute ist es endlich angekommen. Damit kann ich ganz klar sagen: ein Paket von Deutschland nach Korea braucht ziemlich genau eine Woche (Absendetag 04.12., Ankunftstag 11.12.)

Jetzt bin ich erst einmal für ein paar Tage mit deutscher Schololade, Toffifee und Baumkuchen ausgestattet. Die gebrannten Mandeln haben leider die ersten Stunden nicht überstanden, haben allerdings mich erfolgreich in Weihnachtsstimmung versetzt.

Als super Highlight gab es noch ein superwarmes Set mit Mütze und Schal. Ich finde, die stehen mir, oder?

Passend zum Weihnachtspaket hat es heute Nacht außerdem geschneit. Früh morgens waren dementsprechend die U-Bahnen brechend voll, da die meisten ihre Autos zu Hause gelassen hatten. Abends war das Meiste jedoch schon wieder weg. Ich hab mir aber sagen lassen, dass der Schnee, sobald man sich mehr als 20 Minuten außerhalb von Seoul befindet, sich wesentlich länger hält.

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So, dass war es auch schon wieder für heute.

Alles Liebe!

KU vs. Yonsei!

Tja, irgendwie ist schon wieder ziemlich viel Zeit vergangen seit dem ich das letzte Mal etwas geschrieben habe, daher hier mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir mit weiteren Berichten.

Nachdem ich ja über Chuseuk ziemlich unterwegs war, ging es dann auch in der folgenden Woche lustig weiter.

Zwei Wochen vorher hatte ich beim deutschen Stammtisch im 3 Alleys Pub in Itaewon Lars kennengelernt. Lars, genauso alt wie ich, war insgesamt 15 Monate hier in Korea (erst ein Jahr Uni, dann, wie ich, ein Praktikum) und fieberte schon ein wenig seiner Heimfahrt entgegen. Zufälligerweise kamen wir also beim Stammtisch auf unsere Wochenendpläne zu sprechen und er lud mich spontan ein, doch samstags mit ihm, ein paar Kumpels und seiner (absolut knuffigen) Freundin zum Sportmatch zwischen der Korea University (seiner alten Uni) und der Yonsei University mitzukommen.

Da eine meiner Mitbewohnerinnen, Danielle, die ebenfalls an der KU studiert, im Vorbeigehen auch etwas von Freundschaftsspielen und Cheering erzählt hatte, sagte ich also froh und munter zu. Korea University und die Yonsei University gehören zusammen mit der Seoul National University zu den sogenannten SKY-Unis, den besten Unis Südkoreas.

Mit dem Hinweis, ich solle doch bitte etwas Rotes anziehen (den Farben der KU), ging es also los. Die Sportmatches zwischen der KU und Yonsei finden jedes Jahr statt und die beiden Unis spielen in 2 Tagen gegeneinander in Eishockey, Basketball, Volleyball, Fußball und Rugby. Da die ersten 3 Disziplinen bereits am Freitag stattgefunden hatten, kam ich also in den Genuss, Koreanern beim Rugby und Fußball zuzugucken.

Um ehrlich zu sein, so ganz hab ich die Regeln vom Rugby nicht verstanden, aber wie ich festgestellt habe, waren die Spiele selbst auch eher zweitrangig. Viel wichtiger waren die „Cheers“ der Fans und Kommilitonen. Neben dem Spielfeld gab es von jeder Uni eine große hohe Tribüne, auf denen Tänzer in Kostümen herumsprangen und tanzten, daneben auf dem Boden hüpften die „Cheerleader“ durch die Gegend und schon Wochen vorher wurden die Cheers in der ganzen Uni geübt. Dabei handelt es sich um12 verschiedene Songs, bei dem das Publikum mal mehr, mal weniger, mitsingen muss und einstudierte Bewegungen durchführen soll.

Während in Deutschland die meisten bei den ganzen Aktionen den Cheerleadern eher einen Vogel zeigen würden, machen hier alle begeistert mit, singen und machen die lustigsten Verrenkungen.

Hinterher waren wir dann noch in einem Restaurant gleich in der Nähe des Stadions, um Korean BBQ zu essen. Dabei sitzt man an einem Tisch, in dem in der Mitte ein Loch ist und ein Bottich mit Kohle eingelassen werden kann. Auf diesem Bottich platziert man dann ein Grillrost, bekommt vom Kellner das rohe, in mundgerechte Happen zerteile Fleisch und grillt dann munter vor sich hin. Damit nicht das ganze Restaurant zuräuchert, ist außerdem über jedem Tisch ein Schlauch als Dunstabzugshaube installiert (auf dem vorletzten Bild zu sehen, dieser kupferfarbene Trichter, der da im Bild rumhängt). Mittlerweile ist das eines meiner liebsten Gerichte (zusammen mit Bibimbap) hier in Korea.

Als wir dann in diesem Restaurant aßen(natürlich immer noch in den Uni-Farben), saßen direkt am Nachbartisch drei ältere Männer, die, wie sich später herausstellte, Alumni der Korea University waren. Da die KU an diesem Tag 2 der drei Spiele gewonnen hatte, und die meisten Leute in dem kleinen Restaurant die KU-Farben trugen, haben diese besagten 3 Herren ganz spontan „die Glocke geläutet“ (auf englisch: „ring the bell“), also für das komplette Restaurant sowohl das Essen und eine Runde Soju bezahlt. Ich muss sagen, dieser Aspekt der koreanischen Kultur gefällt mir sehr gut. 😉

Abends gab es dann eine sogenannte „Aftershow“-Party. Sämtliche Austauschstudenten der KU (plus Gäste, so wie ich) und ihre koreanischen „Buddies“ von der Club KUBA (Korea University Buddy Association, die dafür verantwortlich ist, dass die Ausländer an der KU ein bisschen Kultur erleben und immer einen einheimischen Ansprechpartner zur Verfügung haben) waren eingeladen und so gab es an diesem Samstagabend einen ziemlich bunt gemischten, internationalen, Haufen in einem der kleineren Clubs in Gangnam. Die Musik war gut, die Getränke teuer und das Publikum, wie bereits gesagt, ziemlich bunt und sehr lustig. Ein typischer Samstag Abend also in Seoul.

Chuseuk, N Seoul Tower & Everland

Halli, Hallo, da bin ich mal wieder.

Heute berichte ich euch über Chuseuk (ausgesprochen wird es in etwa wie folgt: Schu-sok). Es ist das koreanische Erntedankfest und neben dem lunar new year, also dem Neujahr nach dem Mondkalender, der zweitwichtigste Feiertag in Korea. Es dauert 3 Tage an und wird immer am 15. Tag des achten Monats im Mondkalender gefeiert.

Traditionell fahren alle Koreaner an diesem Fest zu ihren Familien und essen gemeinsam und verbringen die Zeit zusammen und in sehr konservativen und traditionellen Familien gedenken sie den Ahnen und reinigen das Haus usw. (Für mich hatte das Ganze ein paar gute, aber auch eine schlechte Seite: zum einen war…. FREI! und Seoul war ziemlich leer, auf der anderen Seite war das eh schon ziemlich teure Obst noch teurer, da es ein traditionelles Geschenk zu Chuseuk ist und daher in Massen gekauft wird).

Außerdem machen die Frauen Songpyeon, was Reiskuchen sind.

Songpyeon

Es gibt verschiedene Farben (grün wird glaube ich mit grünem Tee gefärbt) und die Füllung besteht aus einer Sesampaste. Das Ganze ist also relativ süß, hat allerding von außen eine etwas gummiartige Konsistenz, da sie im Dampf gegart werden. Man bekommt Songpyeon das ganze Jahr über, nur zu Chuseuk ist es wirklich überall (fast schlimmer als Kimchi ;-))

Ich habe die freien Tage vor allem zum Ausschlafen und Sightseeing genutzt.

 

Donnerstag, 19.09.

Am Donnerstag, nach dem ich mich am Mittwoch erst einmal von

einer allergischen Reaktion auf mein Make-up erholen mus

ste, ging es mit meiner Mitbewohnerin Danielle zum N Seoul Tower (in koreanisch: N 서울타워).

Der N Seoul Tower, auch bekannt als der Namsan Tower oder Seoul Tower, ist eine der bekanntesten koreanischen Sehenswürdigkeiten.  Er ist 236,7m hoch und steht auf dem Namsan Berg, der ebenfalls noch mal 243m hoch ist. Er ist ein Kommunikations- und Aussichtsturm und seit 1980 für die Öffentlichkeit zugängig. Der höchste Punkt in Seoul wurde 2005 komplett neu gestaltet (daher auch das N im Namen, wie neu oder new) und es gibt eine Aussichtsplattform, mehrere Restaurants wovon sich eines sogar um 360° dreht und angeblich einen genialen Ausblick hat, einen Souvenirshop und ein Teddybär-Museum.
Weitere Touristen-Infos hier.
Man kann die Strecke bis zum ersten Plateau entweder zu Fuß, mit dem Bus oder mit der Gondel zurücklegen. Da Danielle und ich geplant hatten, den Abstieg zu Fuß zu machen und wir erst einmal die Strecke sichten wollten, sind wir mit der Gondel gefahren. Im Nachhinein kann ich zumindest für ein so beliebtes Wochenende wie Chuseuk nur davon abraten. Die Schlange war ewig (ich spreche hier wirklich von ewig, wir haben denke ich etwa 1 1/2 bis 2 Stunden gewartet, nur um in die Gondel zu kommen) und um mit dem Fahrstuhl zu fahren, musste man dann noch mal ein Ticket kaufen mit einer Nummer und dann noch mal eine halbe Stunde warten, um in den Fahrstuhl zu gelangen. Ich hab mir allerdings sagen lassen, dass es an „normalen“ Tagen nicht ganz so schlimm sein soll, mit geringen Wartezeiten ist allerdings immer zu rechnen.
Die Aussicht von der Aussichtsplattform war ganz nett, allerdings hinter Glas und daher meiner Meinung nach irgendwie… unbefriedigend. Allerdings ist es anscheinend für jedes koreanische Päärchen ein Muss, bei diesem Turm ein gemeinsames Schloss oder eine Kachel aufzuhängen. Der ganze Turm ist auf Päärchen eingestimmt, von den Souvenirs bis hin zur Deko.
Freitag, 20.09.
Am nächsten Tag bin ich mit Danielle und einigen ihrer Freunde aus ihrem Sprachkurs ganz spontan nach Everland gefahren.
Everland war der erste Amusement Park hier in Korea und erinnert ein wenig an Disneyland, wenn auch um einiges kleiner.
Es gibt viele Fahrgeschäfte und sogar einen Zoo mit Tigern, Löwen und Bären, in dem man auf „Safari“ fahren kann. Außerhalb des Parks, aber vom gleichen Schlag, gibt es außerdem noch Carribean Bay (ein Ganzjahres-Wasserpark), Snow Sled (eine Skipiste) und Everland Speedway, was eine Rennpiste ist.
Wir waren an diesem Tag eine ziemlich internationale Truppe, mit 3 Amerikanerinnen, einer Finnin, einer Malaysierin, 2 Deutschen (mit mir), einer Dänin und einem Koreaner.
Gott sei dank hatten wir richtig Glück mit dem Wetter, es war sonnig aber nicht zu warm und es hat allen ziemlich viel Spaß gemacht.
Hier ein paar Bilder:
Was besonders schön war, was dass sie (obwohl es erst Ende September war) bereits voll auf Halloween getrimmt waren und die großen Gartenlandschaften bereits dementsprechend gestaltet hatten. (siehe Fotos)
Wir waren in einigen Achterbahnen und sogar in einem Spukschloss, bei dem man, obwohl man die ganze Zeit fest im gleichen Sitz saß, durch optische Täuschungen und Licht tatsächlich den Eindruck hatte, dass es sich um 180 ° auf den Kopf dreht und wieder zurück.
Ein super Tag alles zusammen.
Am Ende kam es natürlich wie es immer bei solch großen Gruppen kommt, wir hatten 3 von unseren Mädels verloren, da diese unbedingt noch Fotos machen mussten. Und wie Murphy’s Gesetz besagt, hatten mittlerweile die meisten der Handys auch keinen Saft mehr. Daher haben wir abends um halb elf, kurz bevor der Park geschlossen wurde, erst einmal die Parkverwaltung in Aufruhr gebracht und dann, nachdem die drei eine nach der anderen schließlich seelenruhig eingetrudelt waren, einen der letzten Busse bekommen (der dementsprechend verdammt voll war und auch nicht mehr dorthin gefahren ist, wo wir eigentlich hin wollten, aber mit ein paar Mal umsteigen und anschließend Taxi schnappen haben wir es dann doch noch nach Hause geschafft!)
So, für heute sind meine Finger wund, daher:
Alles liebe, und lasst ein paar Kommentare da

Woche Nummer 2 – Die Highlights

So, ich hatte ja versprochen, dass ich noch einen etwas ausführlicheren Post online stelle dieses Wochenende – here it is.

Ich hoffe, ihr könnt den zunehmenden Anteil von Anglizismen verzeihen, aber da ich etwa 85% meiner Zeit in Englisch kommuniziere, leidet mein Deutsch leider immer mehr. Ich werde allerdings versuchen, es noch in einem erträglichen Ausmaß zu halten.

Naja, in welcher Form (oder Sprache) auch immer, so haben sich meine nächsten Tage in diesem fremden Land für mich gestaltet:

Sonntag, 08.09.

Nachdem ich ja am Samstag in Itaewon nicht allzu erfolgreich war, was Shopping anbelangt, hatte ich mich für den Sonntag entschlossen, zum Express Bus Terminal in die Underground Shopping Mall zu gehen.

Unter der Erde kann man dort relativ günstig über Kilometer sich durch Angebote an Schuhen, Klamotten, Handtaschen, Haushaltswaren, Blumen und Dekosachen wühlen. Dicht neben dicht haben Ladenbesitzer kleine Geschäfte, in denen sie ihre Waren anbieten. Hier einmal ein Foto, um euch einen Eindruck des Ganzen zu geben:

http://clumsymio.blogspot.kr/2013/06/korea-2013-best-shopping-place-in-seoul.html

Credit to: Clumsy Mel

Die Preise sind für Korea relativ günstig, die Qualität ist allerdings im Allgemeinen nicht die Beste, da viele der Sachen aus China kommen. Wobei dies nicht heißen soll, dass nicht der eine oder andere Laden auch qualitativ hochwertige Ware anbieten würde!

Was mir als „verwöhnte Europäerin“ aufgefallen ist, ist, dass man hier meistens die Klamotten nicht anprobiert. Die meisten Leute halten sich die Sachen nur an, schätzen ab ob es passt und kaufen dann oder auch nicht.

Bei der Gelegenheit musste ich leider feststellen, dass ich hier in Korea nicht nur große Schwierigkeiten hatte (und auch weiterhin haben werde), passende Klamotten zu finden (die meisten Koreanerinnen sind relativ klein und zierlich.. und hier in Seoul im Durchschnitt 20 Kilo leichter als ich, auch wenn ich mir hab sagen lassen, dass das außerhalb der Großstadt nicht ganz so extrem ist), sondern tatsächlich so gut wie unmöglich, Schuhe in meiner Größe zu bekommen. Während ich nämlich eine Schuhgröße von etwa 265 in Korea habe, liegt die „Normalgröße“ hier zwischen 230 und 245. Mit ganz viel Glück findet man noch 255, wenn ein Händler „Big Sizes“ anbietet, 265 jedoch: …. völlig unmöglich!

Und dabei bieten die hier überall so hübsche Schuhe an *trauer*!

Montag und Dienstag, 09.+10.09.

Nachdem ich das doch ein wenig enttäuschende Wochenende hinter mich gebracht hatte, ging es Montag wie gewohnt zur Arbeit. Mittlerweile klappt es ganz gut, sich selbst in der morgendlichen Rush-Hour mit Bus und U-Bahn zurecht zu finden.

Yeah!

Abends hatte ich denn an einem der vielen Essensstände auf der Straße einen Snack gekauft (sorry, Namen habe ich leider nicht verstanden). Das Ganze bestand aus frittierten Reisnudeln (die durchsichtigen!) eingerollt in Seetang.

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Ich weiß, sieht nicht jetzt allzu appetitlich aus, schmeckte allerdings gar nicht mal so schlecht, wenn man auf etwas salzig und fettig steht 😉

Den Dienstag verbrachte ich dann bis zum Mittag wieder im Büro, wo ich dann nach Hause geschickt wurde. Anscheinend war es entweder der Snack vom Vorabend und das koreanische Essen im Allgemeinen, dass meinem Magen nicht allzu sehr gepasst hatte.

Mein Kollegen verfütterten also ein paar Magentabletten an mich und setzten mich in die U-Bahn. (Natürlich mit dem Hinweis, dass ich, sollte ich ins Krankenhaus müssen oder sonst irgendwie Hilfe bräuchte, auf jeden Fall anrufen könne)
Nachdem ich dann den Rest des Tages in meinem Bett verbracht hatte, ging es mir allerdings bereits viel besser.

Mittwoch, 11.09.

Da ich ja den Großteil des vorherigen Tages  zum Schlafen und auskurieren genutzt hatte, konnte ich dann am Mittwoch gutgelaunt und ausgeruht wieder ins Büro.

Einer meiner deutschen Kollegen, Klaus, machte mir dann im Laufe des Tages dann den Vorschlag, doch am Abend zum deutschen Stammtisch in Itaewon im 3 Alleys Pub zu kommen.

Gesagt, getan.

Da ich ja hier bin um nicht nur eine fremde Kultur zu erleben, sondern auch um die unterschiedlichsten Menschen kennenzulernen, nahm mich also Klaus, der mittlerweile seit 2 1/2 Jahren hier in Seoul lebt, direkt nach der Arbeit mit nach Itaewon, wo er zusammen mit seiner Frau lebt. Renate, eine Rechtsanwältin, ist echt super, und trotz des Altersunterschiedes haben wir uns ziemlich gut angefreundet.

Ich bekam auch prompt ohne zu zögern von den Beiden ein Prepaid-Handy geliehen, bis ich hier ein eigenes bekomme, und auch einen Regenschirm (der mir mittlerweile in einem Club gestohlen wurde).

Danach machten wir uns zu Fuß auf in den 3 Alleys Pub.

Der deutsche Stammtisch in Itaewon findet jeden Mittwoch (und Freitag, wo ich allerdings meistens nicht bin) in dieser Kneipe statt, und besteht neben Deutschen auch aus Österreichern, Schweizern, einem Japaner und einigen Koreanern, die irgendwie mit Deutschen zu tun haben. Die Besetzung wechselt ständig, wer Zeit und Lust hat taucht halt auf, und einige halt auch nicht. Leute kommen, die vor 3 Jahren das letzte Mal da waren und ständig kommen neue Leute dazu oder ziehen weg. Es ist also nahezu unmöglich zu sagen, wie viele Leute tatsächlich dazu gehören und wer davon im Laufe des Abends auftaucht.

Ich bin meistens einer der Jüngsten in der Runde, ansonsten ist das Alter und auch die Jobs so bunt gemischt wie die Charaktere. So etwas findet man nur im Ausland!

Donnerstag, 12.09.

Am Donnerstag in meiner zweiten Woche hier in Korea hatte ich dann endlich den Durchbruch bei meinem Kreditkarten-Problem.

Ich hatte ja berichtet, dass ich große Schwierigkeiten hatte, einen Geldautomaten zu finden, der meine VISA-Karte von der DKB-Bank akzeptiert.

Und an diesem Tag habe ich endlich herausgefunden, wieso! (und es beheben können!)

Mein Problem war Folgendes:

Ich hatte von meiner Bank ein Bankkonto, eine Bankkarte, eine VISA-Karte und einen Online-Zugriff auf das Bankkonto erhalten. Blauäugig war ich also davon ausgegangen, dass ich, wenn ich Geld auf dieses Bankkonto überweise, mit meiner Bankkarte UND meiner VISA-Karte darauf zugreifen könnte. (selbst nach mehrmaligem Durchsuchen der Bankwebsite gab es für mich auch keinen Hinweis, dass dies nicht so sein sollte)

Nachdem ich allerdings mehrere Online-Foren auf der Suche nach Hilfe für mein Problem durchforstet hatte, fand ich dann die Antwort.

Ich musste erst einmal das Geld von dem Bankkonto extra auf die VISA-Karte überweisen!

(im Nachhinein klingt das schon logisch, trotzdem hätte ich es echt toll gefunden, wenn DKB das beim Zuschicken der Karte, in ihrer Online-Präsentation, oder den Hilfe- und Frageoptionen darauf zumindest kurz einmal erwähnt hätte!)

Mittlerweile funktioniert das Ganze mit dem Geldabheben ziemlich problemlos (und glaubt mir, im Ausland ohne Geld ist echt nicht empfehlenswert) an jedem Internationalen Geldautomaten.

Juhu!

So, das war es auch erst einmal wieder von mir, genaueres von meinem aufregenden Wochenende kommt im nächsten Post!

또봐요 (to boayo) oder auch Auf Wiedersehen