Lantern Festival @ Cheonggyecheong

Nachdem es bei Inga’s und Mareike’s Besuch (siehe letzter Beitrag) zeitweise schon empfindlich kalt gewesen war, war in der Zwischenzeit eindeutig der Winter in Seoul angekommen.

Passend dazu gibt es in Seoul immer Mitte November das Lantern Festival, ein Ereignis bei dem am Cheonggyecheong-Fluss (falls sich noch wer erinnert, das ist der Fluss, der auch ganz in der Nähe meines Apartments entlangläuft und den ich, bei ganz viel Motivation zumindest eine kleine Strecke entlangjogge ;-)) für mehr als zwei Wochen immer zwischen 17 Uhr und 23 Uhr die Lichter angehen. Bei diesem Festival kann man hunderte von Lampions in den verschiedenstens Formen und Farben auf und entlang des Flusses bestaunen, sobald die Sonne untergegangen ist. Das Ganze findet etwa auf Höhe der Stationen Euljiro 1-ga, Jonggak Station und Gwanghwamun Station statt.

Die offizielle Website habe ich mal hier verlinkt Visitkorea.

Ein weiterer toller Bericht darüber kann man übrigens auch auf diesem Blog finden (auf englisch) – The Soul of Seoul

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Ich war mit meiner Mitbewohnerin Danielle und meiner Bekanntin Yewon, die ich bei dem Match Yonsei vs. KU kennengelernt hatte, vor Ort und wir haben uns zusammen die Laternen angeguckt und die Hintern abgefroren.

Jedes Jahr gibt es bestimmte Themen, die die Lampions widerspiegeln und daher eine einzigartige Geschichte erzählen. Gestaltet werden diese Laternen sowohl von internationalen Künstlern wie auch lokalen Bewohnern. 2013 war das Thema Hanseong Baekje, der Traum von eintausend Jahren. Bei diesem fünften Jubiläum wurden in 4 Teilen die 700 Jahre des Baekje-Königreiches, eines der drei historischen Königreiche Koreas, dargestellt.

Dieses Jahr waren Laternen von einem historischen Orchester, einem farbenfrohen Fischmeer und viele historische Statuen und vieles mehr.

Ich habe sogar einige Abbildungen von den historischen Kulturschätzen gefunden, die ich bereits in dem Nationalmuseum gesehen habe. (seht doch mal das Weihrauchgefäß, welches mein persönlicher Favorit ist, sieht doch fast aus wie das Original, nur größer und leuchtend 😉 )

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Besuch! Besuch!

Ende Oktober letzten Jahres hatte ich dann auch das erste Mal seit langem wieder deutschen Besuch.

Inga , die ja die meisten schon kennen und Mareike (die Schwester von Inga’s.. naja, wie auch immer) kamen mich in hier in Seoul besuchen. Mareike war bereits einige Tage bei Inga zu Besuch in Daejon gewesen, aber man kann ja Südkorea nicht verlassen, ohne nicht auch Seoul zu sehen. Das wäre ja wie ein Deutschlandtrip ohne Berlin und München!

Über das Wochenende haben sich die beiden also in einer kleinen Pension in der Nähe von Hongdae eingemietet und wir haben zusammen die Stadt unsicher gemacht.

Zunächst ging es in die allseits beliebte Shopping-Meile Myongdong und typisch koreanischem Essen. Es gab sogar ein Gericht mit rohem Rinder Hackfleisch und ungekochtem Ei!

Danach hieß es: feiern

Los ging es, aufgrund der Lage, natürlich erst einmal mit dem Nachtleben in Hongdae. Nach einer leckeren Grundlage mit gedämpfter Ente und Teriyaki-Hühnchen sowie so einigem Frittierten, zusammen mit Sujo gemixt mit Fruchtsirup und Eis

ging es zum beliebten Ausländertreffen Thursday Party.

Wir waren natürlich pünktlich zu Halloween dort und man muss schon sagen, selbst im Ausland kann man gerade zu Halloween einen Amerikaner drei Meilen gegen den Wind erkennen (jetzt nicht wegen irgendeinem Geruch, sondern in diesem Fall aufgrund der Kostüme). Es ist mir vorher noch nicht so richtig bewusst gewesen, aber Amis sind echt die Kings was Halloween-feiern angeht. Die Kostüme waren teilweise echt der Hammer!

Am nächsten Tag waren wir alle ein wenig geplättet und entschlossen uns daher zu einer etwas geruhsameren Stadtrundfahrt mit einem der vielen Touristenbusse, die durch die ganze Stadt fahren.

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Nachdem früher oder später alle drei von uns mehr oder weniger im Bus eingeschlafen waren, beschlossen wir, am Namsam-Tower auszusteigen und uns die Stadt von oben in der Dämmerung anzuschauen. Einige der Fotos, die bei unseren kleinen „Photo-session“ rausgekommen sind, sind echt (wenn ich das so sagen darf) super geworden.

Nach einer abenteuerlichen (da ziemlich überfüllten) Busfahrt zurück zum Fuß des Namsan-Berges beschlossen wir dann, doch deutlich früher als den Abend zuvor einzukehren, schließlich hatten wir für den letzten Tag noch einiges an Programm geplant.

Und so ging es, ausgeschlafen und mit neuer Energie, am nächsten Tag zum Namsangol Hanok Village. (Hier ein paar Websites, einmal Visitkorea und Visitseoul)

Das ist eines der zahlreichen traditionellen nachgebauten Dörfer, welches den Einheimischen und Touristen die Geschichte und Lebensweise des ursprünglichen Koreas näherbringen soll. Aufgrund dessen, dass wir ja in Seoul bleiben wollten, beschlossen wir also in die Nähe von Chungmuro zu fahren, als ziemlich zentral von Seoul, und uns ein wenig mit Kultur „berieseln“ zu lassen.

Und es gab tatsächlich so einiges zu sehen.

Zunächst einmal natürlich all die nachgebauten Häuser aus der Joseon-Dynastie, von kleinen Bauernhäusern mit ihren Beeten bis zu großen Königs-Häusern war alles mit dabei.

So zum Beispiel das Haus von Lee Seungeop, der Verantwortliche für den Bau des großen Gyeongbokgung-Palastes, und das Haus des Militärführenden, Kim Chunyeong. Außerdem kann man das Haus der Eltern von Königin Yun, die die Mätresse des 27. Königs der Joseon-Dynastie König Sunjong, war, sowie das Arbeitszimmer des Vaters.

Zudem sind die Häuser jeweils mit den (nach heutigem Standard recht spärlichen) Möbeln und Werkzeugen ausgestattet gewesen, was den Besuchern ein wenig ermöglicht, sich in die alten Zeiten hineinzuversetzen.

Die meisten Häuser aus dieser Zeit sind in der Form des koreanischen Buchstabenㅁangeordnet, mit Außengebäuden die einen freiliegenden Innenhof umgeben. Jede Seite des ㅁ hat dabei eine andere Funktion. So ist gibt es einen Teil, der für des Begrüßen von Gästen vorgesehen ist, das Sarangchae; das Anchae für die Dame des Hauses und auch das Daemunganchae welches sich direkt hinter dem Haupttor des Hauses befindet. Hanok-Häuser haben außerdem ganz spezielle Türen, die je nach Bedarf Teile des Hauses voneinander trennen können oder einen großen Raum entstehen lassen können.

Es gab viel Programm für Kinder, wobei sie Masken und Fächer selber basteln konnten, und einige alte Spiele, bei denen auch die Junggebliebenen ihren Spaß haben konnten. Beweis: Inga und Mareike

Zudem wird täglich eine traditionelle Hochzeitszeremonie gezeigt.

 

Außerdem gibt es noch einige Vorstellungen, die sehr unterhaltsam sind: zum einen eine musikalische Vorstellung mit alten Gesängen in Kostümen, begleitet mit traditionellen Instrumenten und den Kostümen, den Hanbok, die heutzutage höchstens noch bei traditionellen Hochzeiten getragen werden.

Dazu gab es eine Trommel-Vorstellung, natürlich ebenfalls in farbenfrohen alten Kostümen, bei der die Trommler am Ende nicht nur auf ihre Instrumente einhämmerten, sondern zusammen mit einem langen Band auf ihren Hüten im Rhythmus tanzten und Kunststücke vorführten.

Blond wie ich nun einmal bin, steche ich natürlich aus jeder Menge voller Asiaten heraus und musste daher auch prompt bei einem der Tricks „behilflich“ sein…

Zum Schluss haben wir uns noch die Zeitkapsel angeschaut, die direkt neben dem Hanok Village 1994 anlässlich der 600-Jahr-Feier Seouls dort vergraben wurde und erst in 400 Jahren wieder herausgeholt werden soll, also 2394.

Und damit ging dieses wunderschöne, wenn auch recht anstrengende, Wochenende schon wieder vorbei.

Schwupps ging es zum Bahnhof, es gab noch ein letztes gemeinsames Essen und ein leckeres Stück Kuchen, und da waren die beiden auch schon wieder fort.

An dieser Stelle noch mal ganz viel lieben Dank an Inga und Mareike, die mir diese paar Tage doch so sehr versüßt haben.

 

Toller Artikel

Ich weiß, ich hab mich ewig nicht mehr gemeldet, aber ich hoffe, dieser echt super Artikel hilft ein wenig über die lange Durststrecke hinweg und überbrückt ein wenig die Zeit des Wartens auf den nächsten Beitrag.

Der Artikel ist  ziemlich genau vor einem Jahr in der FAZ erschienen. Ich bin heute durch Zufall über ihn gestolpert, und da ich ihn doch ziemlich treffend fand für eine Momentaufnahme von Seoul, wollte ich ihn euch nicht vorenthalten:

Seoul: Stadt der zersprungenen Zeit von Alan von Kittlitz

Große Neuigkeiten!!

Tja, einige von euch werden es natürlich schon wissen, aber hier nochmal eine ganz offizielle Mitteilung für alle, die in den letzten 2 Wochen nicht direkt mit mir in Kontakt gestanden haben:

Marianka bleibt weitere 12 Monate in Korea!

Ich wurde von meinem Chef angesprochen, ob ich nicht meinen Vertrag bei Audi Volkswagen Korea Ltd. nicht verlängern wollen würde, da eine meiner beiden Kolleginnen im Controlling schwanger geworden ist und daher in Mutterschutz gehen wird.

Nach vielen Diskussionen, Überlegungen und Verhandlungen ist mittlerweile die Entscheidung gefallen, dass ich, diesmal nicht als Praktikantin sondern als richtige Angestellte, auch die nächsten 12 Monate in Seoul leben und arbeiten werde.

Das heißt natürlich, dass so gut wie alle Pläne, die vorher emsig geschmiedet wurden, erst einmal ziemlich über den Haufen geworfen wurden. Sehr viel muss noch organisiert werden, angefangen von Visum und Schlafplatz über Arztbesuche und Lebensnotwendigkeiten bis hin zu der Frage, was den mit der Wohnung in Bocholt geschieht, der Katze und dem geplanten Umzug nach Leipzig.

Es wird also noch viel Chaos und hin und her geben im nächsten Jahr.

Trotzdem hoffe ich, dass mich alle in meiner Entscheidung unterstützen und vielleicht findet ja doch der eine oder andere in diesem Zeitraum seinen Weg nach Seoul (wenn auch nur zu Besuch). Über Gäste, Briefe, Emails und Pakete würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen.

Ganz liebe Grüße aus dem fernen Seoul,

Marianka

Changgyeonggung Palast

Meine nächste Station auf meiner Entdeckungsreise durch Seoul brachte mich zum Changgyeonggung Palast.

Seoul hat 5 große Paläste, die heute zu besichtigen sind. Deoksugung, Gyeongbokgung, Changdeokgung, Changgyeonggung  und der Gyeonghuigung Palast, wobei der Gyeongbokgung Palast der größte Palast ist. Sie alle stammen aus der Joseon-Periode und waren in Vorzeiten mal miteinander verbunden und Teil einer regelrechten „Palaststadt“. Kriege, Feuer und vor allem die japanische Besatzung, die einen großen Teil der koreanischen Kulturgegenstände zerstört hat, haben heute nur noch Reste und Nachbildungen übriggelassen.

Karte

Karte

Ursprünglich war der Changgyeonggung-Palast der Sommerpalast der Könige in der Goryeo-Dynastie. Später wurde er Teil der „5 Großen Paläste“ der Joseon Dynastie.

Er wurde von König Sejong für dessen Vater erbaut unter dem Namen Suganggung Palast im Jahr 1104. In den 1390’ern wurde der Palast dann umbenannt in Changgyeonggung Palast (etwa „Palast des heiteren Jubels“), nachdem der erste König der Joseon Dynastie dort residierte während der Gyeongbokgung-Palast fertig gestellt wurde.

Wie fast alle historische Strukturen in Korea wurde der Changgyeonggung Palast während des Imjin-Krieges 1592 zerstört, 1616 dann wieder aufgebaut. Der Palast brannte dann später in den 1830’ern in einem großen Feuer nieder und wurde größtenteils anschließend erneut wieder rekonstruiert.

Der Palast wurde dann später während der japanischen Kolonialzeit zerstört und an dessen Stelle ein Zoo, ein botanischer Garten und ein Museum errichtet.

1983 wurden der Zoo und das Museum wieder abgerissen und die alten Gebäude an gleicher Stelle nachgebaut.

Für 1.000 KRW (~0,70 Euro) kommt man in den Palast und kann, wenn man rechtzeitig da ist, kostenlos eine Führung mitmachen.

Wenn man durch das ziemlich imposante Eingangstor hindurch gegangen ist, Honghwamun (“Gate of Vast Transformation”), gelangt man zunächst zum  Innenhof. Danach folgt sogleich die übliche Brücke, die symbolisch den König vom gemeinen Volk trennt. Okcheon-gyo, die steinernde Brücke im Changgyeonggung-Palast wurde 1483 erbaut und ist damit wahrscheinlich die älteste erhaltene Brücke der Stadt. Ihr besonderes Merkmal sind die beiden steinernden Abbildungen von einer Bestie, die die Brücke bewachen soll.

Überquert man nun Okcheon-gyo steht man als nächsten vor dem Myeongjeong-mun Tor, welches auf den steinernden Zeremonienplatz des Palastes führt. Über diesen Platz hinweg sieht man direkt auf die Thronhalle: Myeongjeong-jeon (“Hall of Lustrous Government”).

Die heutige Thronhalle wurde 1484 erbaut. Da sie anscheinend die japanische Invasion 1592 und das Feuer von 1830 unbeschadet überstanden hat, ist sie somit die älteste Thronhalle in Korea. Ein besonders schönes Detail sind die hölzernen Schnitzarbeiten, die auch „Haetae“ genannt werden und den Palast beschützen sollen sowie der steinernde steinernde Phönix, der in der Mitte der Treppe zur Thronhalle steht.

Direkt neben der Thronhalle befindet sich Munjeong-jeon, welches 1986 wiederaugebaut wurde. Es hat früher als Ort für die täglichen Geschäfte des Königs gedient. Hinter dem Thron selbst steht ein weiteres Gebäude, ein offener Pavilion mit dem Namen Hamin-jeon.

Noch weiter dahinter befindet sich Tongmyeong, dass vor allem für die Gemächer der Königin verwendet wurde. Von dort aus hat man einen schönen Blick auf die Gartenanlage des Palastes.

Chundangji, der Lotussee, liegt hinter einer kleinen Anhöhe und auf der westlichen Seite des Sees steht eine 7-stöckige Pagode mit chinesischem Ursprung.

An dieser Stelle übrigens ein herzliches Dankeschön an den Blog von Dale: Dale’s Korean Temple Adventures für all die Hintergrundinfos, die ich nach der Führung gleich schon wieder vergessen hatte und für ein paar der Bilder, die bei ihm einfach hübscher aussahen als bei mir.

Ich hatte außerdem die Gelegenheit, bei einer Aufführung zugucken zu können:

National Museum

Als nächstes auf meiner To Do-Liste stand das Nationalmuseum von Korea.

Hier die offizielle Website.

Das National Museum of Korea hat insgesamt 6 permanente Ausstellungen und bietet dazu noch zeitlich begrenzt Sonderausstellungen zu diversen Themen an. Dabei wird in den permanenten Ausstellungen von der Prähistorie bis zu aktuellen Töpferreikunst vor allem ein Augenmerk auf nationale Zeitgeschichte gelegt. Auf der Website sind in dem Ausstellungsverzeichnis mehr als 7.000 Ausstellungsgegenstände verzeichnet.

Das ganze Gebäude ist ziemlich groß und umfasst mit sämtlichen Nebengebäuden etwa eine Fläche von 50.000 qm. Es besteht vor allem aus 2 Gebäudeteilen, die über einen Platz hinweg miteinander verbunden sind und ist mehrere Stockwerke hoch (ich war auf 4 Stockwerken unterwegs, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind).

Blick auf das Museum

Es gibt, wie bereits erwähnt, mehrere permante Ausstellungen so wie wechselnde Sonderausstellungen, einen Food Court und mehrere Museumsshops. Außerhalb des Gebäudes gibt es eine hübsche Außenanlage mit einem großen Teich und einem Pavilion, die schließlich in den Yongsan Family Park mündet.

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Das Tolle an diesem Museum ist, neben der Tatsache, dass es als Museum ziemlich interessant und als Gebäude eines der schönsten Museumsgebäude, die ich bisher gesehen habe, ist, dass es komplett umsonst ist.

Ich war mittlerweile zweimal in diesem Museum. Beim ersten Mal hat mich meine amerikanische Mitbewohnerin Danielle begleitet, wobei wir an einer sehr netten, englischsprachigen Tour teilnahmen, die die Highlights des Museums gezeigt hat. Anschließend sind wir dann noch mal mit englischen Audioguides mehr als 2 Stunden alleine durch den ersten Teil der Ausstellung gelaufen. Am Ende hatten wir gerade mal etwa ein gutes Drittel der Sachen gesehen und waren vollkommen am Ende.

Das Einzige, was ein wenig merkwürdig war, war das ein kleines Kamerateam uns die erste Viertelstunde uns praktisch mehr oder weniger verfolgt hat und eindeutig nicht das Museum selbst sondern unsere kleine Führungsgruppe gefilmt hat, die lediglich aus 5 Personen bestand (meiner Mitbewohnerin und mir, einem Amerikaner, einem Japaner und der Führungsleiterin). Und das Ganze, ohne auch nur zu fragen, ob das denn auch ok wäre, wenn sie uns filmen würden. Vom Museum war das Team auch nicht, hinterher fragte uns nämlich unsere Museumsführerin, ob wir die jungen Männer kennen würden….

Naja, ansonsten muss ich sagen, hat mir das Museum sehr gut gefallen.

Beim meinem zweiten Besuch am zweiten Weihnachtsfeiertag hatte ich Inga mitgenommen, die mit mir zusammen die Feiertage in Seoul verbracht hatte. Wir haben uns den zweiten Teil des Museum vorgenommen, der sich unter anderem mit buddhistischen Kunstgegenständen, alten Möbeln, Kalligraphie durch die Geschichte, historischem Schmuck und koreanischen Töpferwaren beschäftigt hat. Wir haben bestimmt gute 2 -3 Stunden im Museum verbracht und ich habe trotzdem immer noch nicht alles in diesem Museum gesehen.

Wie man also sieht, es gibt mehr als genug zu entdecken im National Museum of Korea.

Ich habe Bilder von einigen meiner Lieblingsgegenstände gemacht:

Goldene Krone und Gürtel aus dem 5. Jhrhdt aus dem Silla-Königreich

Goldene Krone und Gürtel aus dem 5. Jhrhdt aus dem Silla-Königreich

10-stöckige Pagode aus dem 13. Jhrhdt. aus dem Gyeongcheonsa Tempel

Keine Ahnung was das genau war, aber ich fands hübsch

Keine Ahnung was das genau war, aber ich fands hübsch

Nachdenklicher Bodhisattva aus dem späten 6. Jhrhdt. aus Bronze

Und zum Abschluss mein absolutes Lieblingsstück:

Weihrauchgefäß aus dem Baekje-Königreich. Nationalschatz Nr. 287 aus Bronze und mehr als 60 cm hoch

Weihrauchgefäß aus dem Baekje-Königreich. Nationalschatz Nr. 287 aus Bronze und mehr als 60 cm hoch; weitere Infos: hier

Ach ja, bevor ich es vergesse: am Besten kommt man zum Nationalmuseum mit der U-Bahn bis zur Station Inchon (Linie 4 oder die Jungang Line). Sobald man aussteigt, ist das Museum auch schon ausgeschildert, im zweifelsfall einfach Ausgang 1 oder 2 benutzen.

So, das war es auch schon wieder. Liebe Grüße

International Fireworks Festival

Ein Wochenende später kam das nächste Ereignis. Das internationale Feuerwerksfestival am Hangang-Fluss.

Hier stellen jedes Jahr, meist im Oktober, lokale und internationale Gruppen ihre Arbeit vor, mit Musik, Lasershow und allem. Das ganze Flussufer ist voll mit Menschen und jeder Menge „Fressstände“, sodass man irgendwann kaum noch weiß, wo man hintreten soll.

Ich war dort mit einer recht bunt gemischten Truppe aus Koreanerinnen, Japanerinnen und ein paar internationalen Mädels, die alle bei dem gleichen Vermieter in unterschiedlichen Häusern in Seoul wohnen, Borderless House. Es gibt immer mal wieder Veranstaltungen wie zum Beispiel zur Kirschblütenzeit, Weihnachten oder bei manchen Festivals, wo immer wieder ein paar von den Mädchen aus den unterschiedlichen Häusern sich treffen und den Tag miteinander verbringen.

Da sich die meisten untereinander noch nicht kannten, gab es zunächst ein paar Kennenlernspiele und schließlich natürlich noch Essen und ein paar Snacks. Meine Gruppe hat gewonnen und wir haben als Preis einen Gutschein für Baskin Robins bekommen. Yummie!

Dieses Jahr haben Teams aus Japan, Korea, Frankreich und Kanada mitgemacht. Mir persönlich hat die Show von Japan am meisten gefallen.

Hier ein paar nützliche Links: VisitKorea und Hanwha Fireworks

Hier ein paar super Bilder (hab nicht ich geschossen!) von einem koreanischen Blog:

Der Tag war wirklich super, ich hab viele neue Leute getroffen und das Feuerwerk war wunderschön.

Das Einzige, was eine wirkliche Katastrophe gewesen ist, war der Heimweg. In einer Stadt wie Seoul, mit etwa 10 Millionen Menschen und einer Veranstaltung, die nur einmal im Jahr stattfindet und dazu auch noch kostenlos ist, könnt ihr euch ja den Andrang vorstellen.

Da die Polizei die (begründete) Befürchtung hatte, dass sich die Menschenmengen an den U-Bahn-Stationen stauen könnte und es zu Unfällen kommt, hat sie kurzerhand sämtliche U-Bahn-Stationen in der Umgebung dicht gemacht und keinen hineingelassen. Das wiederum hatte natürlich zur Folge, dass alle, die nicht in Fußgeh-Reichweite wohnen, auch nicht nach Hause konnten. Erst 2 Stunden nachdem die Shows vorbei waren und ich mit meiner Truppe mittlerweile 3 Stationen zu Fuß im Gänsemarsch in einer riesigen Menschenmenge hinter mich gebracht hatte, konnte ich endlich eine U-Bahn nehmen und nach Hause fahren.

Hier ein Bild in der U-Bahn-Station, dass ich mit meinem Handy gemacht habe. Ich  habe ja normalerweise keine großen Probleme mit Menschenmassen, aber ehrlich gesagt, DAS war selbst mir eindeutig zu viel!

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Naja, es muss ja auch Nachteile geben, in einer Stadt wie Seoul zu leben.

Das war es auch schon wieder von mir, ganz liebe Grüße!